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Verstehen, wie KI Texte schreibt – und es besser machen

2 Minuten

Aug 18, 2026

Wer hat’s geschrieben – KI oder Mensch? Manchmal ist die Frage nicht so eindeutig. Aktuell kommen immer mehr Tools auf den Markt, die vermeintliche Antworten geben. Was aber tun, wenn es ein False Positive gibt? Unser Kollege, PR Berater und Editor Marcel Richters hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt – und sie natürlich auch beantwortet.

Manchmal nimmt die Diskussion um KI-Texte schon ein wenig bizarre Formen an. Wir hatten bei der public imaging GmbH neulich so einen Fall. Es ging um einen Gastbeitrag für ein großes Wirtschaftsmedium, welches – vollkommen zurecht – keine KI-geschriebenen Texte akzeptiert. Um eben das auszuschließen, laufen die eingereichten Texte bei diesem Medium durch ein Tool, das nach eigenen Angaben „modernste KI mit einer umfassenden Plagiatserkennung“ kombiniert.

Das Ergebnis der Prüfung in unserem Fall: 63 Prozent des Textes waren angeblich von einer KI geschrieben. Der Kollege Sven Lindner, der den Text händisch verfasst hatte, ist halt einfach eine Maschine. Oder auch nicht, denn was von diesen Tools zu halten ist, sei mal dahingestellt. (Dazu gibt es übrigens eine spannende Ausgabe des KI-Podcasts.) Aber alle Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Tools bringen uns nicht weiter, wenn das Medium den Text dann nicht akzeptiert.

Was also tun? Wir haben aus dem vermeintlichen KI-Text einen eindeutig handgeschriebenen gemacht. Ein paar mehr Füllwörter, ein paar Sätze weniger, die einfach nur aneinandergereiht waren, sondern sich stärker aufeinander bezogen, ein paar zentrale Aussagen am Anfang des jeweiligen Satzes statt am Ende. Das macht den Text nicht unbedingt leichter zu lesen, darum sollten solche Mittel sparsam eingesetzt werden. Aber bei der richtigen Dosierung lässt sich so einem vielleicht ein wenig zu glatt polierten Text etwas mehr Persönlichkeit geben.

Von der „Arts and Crafts“-Bewegung lernen

Wichtig ist dabei im Hinterkopf zu behalten, wie KI und insbesondere Large Language Models funktionieren. Jede Zeichenfolge und jede Wortfolge basiert auf Wahrscheinlichkeiten. Dadurch entstehen sehr häufig gleichförmige Satzstellungen und Formulierungen und eher seltene Wörter wie „händisch“ – laut Duden durchschnittlich seltener als ein Mal in einer Million Wortformen des Dudenkorpus belegt – tauchen gar nicht auf.

Ganz persönlich kommt mir da die „Arts and Crafts“-Bewegung in den Sinn, die mit ihren Handwerkskünsten während der industriellen Revolution eine Gegenbewegung zur maschinell produzierten Massenware darstellen wollte. Ganz so weit reicht dann die Arbeit von uns Textern wahrscheinlich nicht. Aber die Quintessenz ist klar: Wer seine Leser erreichen will, muss jetzt erst recht auf Handwerk setzen. Aber dafür sind wir ja da.

Wer hat’s geschrieben – KI oder Mensch? Manchmal ist die Frage nicht so eindeutig. Aktuell kommen immer mehr Tools auf den Markt, die vermeintliche Antworten geben. Was aber tun, wenn es ein False Positive gibt? Unser Kollege Marcel Richters hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt – und sie natürlich auch beantwortet.

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